Was inzwischen besser geht #1

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Ich ärgere mich manchmal über Sachen, die mit Kind einfach unmöglich funktionieren. Aber heute ist mir etwas aufgefallen, was jetzt super gut funktioniert, vor 2-3 Jahren aber katastrophal war. Es wird also nicht nur anders mit der Zeit, einiges wird tatsächlich besser! Um mich selbst immer mal daran zu erinnern, starte ich jetzt mal eine Reihe „Was inzwischen besser geht“. Und fange an mit: Duschen.

Ich meine nicht etwa, das Kind zu duschen. Nein, mich. Das mag für einige völlig marginal klingen. Was soll das Problem daran sein zu duschen? Man stellt sich unter die Dusche und … duscht sich. So what? So einfach ist das aber leider mit einem Baby im Haus nicht.

Kleine Babys sind manchmal wach. Wenn man duschen will, während sie wach sind, kann man sie z.B. in eine Wippe setzen/legen und ins Bad stellen – sie schauen einem dann zu. In der Theorie. Bei mir ging das nicht, weil mein Bad tatsächlich so klein war, dass keine Wippe hineingepasst hat. Ich musste Baby samt Wippe also in der Küche stehen lassen, vor der offenen Duschtür. Es war kalt… Baby fand es nicht lustig, in einer Wippe abgestellt zu werden und Mama nicht sehen zu können. Baby weinte. Mama beeilte sich ziemlich und war sehr gestresst. Duschen wird überhaupt überbewertet.

Babys schlafen manchmal auch. Es ist jedoch ein ungeschriebenes Gesetz, dass sie aufwachen, wenn man unter der Dusche steht. IMMER. Manchmal gleich am Anfang, manchmal wenn man gerade das ganze Shampoo in den Haaren hat. Und sie wachen dann nicht auf und sind leise, oder weinen nur ganz wenig. Sie kreischen laut auf, dass man glaubt ihnen sei etwas passiert. Vielleicht sind sie aus dem Bett gefallen. Man steht also klitschnass unter der Dusche mit einshampoonierten Haaren und rennt – so wie man ist – quer durch die Wohnung zum Baby. Auf dem Weg rutscht man dank nasser Füße aus und reißt einen Sessel um, an dem man sich noch festhalten kann. Baby schreit lauter. Man kommt beim Baby an um festzustellen, dass nichts, absolut nichts passiert ist. Man möchte gerne wieder unter die Dusche zurückgehen, aber das Baby ist ja jetzt wach. Man nimmt es also in den Arm und versucht sich mit irgendwas die Füße abzutrocknen, damit man wenigstens gefahrlos ein Handtuch aus dem Bad holen kann. Baby hat sich inzwischen in Rage gekreischt und muss erstmal gestillt werden. Wer will schon Shampoo wieder ausspülen…

Später dann, so mit 1-2 Jahren, wohnten wir in einer anderen Wohnung. Mit größerem Bad, aber da war Wippe und Co nicht mehr angesagt. Meistens duschte ich am Abend, wenn Sohni schlief. Aber auch hier wachte er oft auf. Tagsüber wollte er mit im Bad sein. Und man glaubt ja nicht, auf was für tolle, kreative Ideen Kleinkinder kommen können, während die Mama unter der Dusche steht und sie wissen, dass sie sie nicht unmittelbar davon wird abhalten können. Duschen mit offener Tür ist angesagt, man muss wenigstens versuchen, das Kind im Auge zu behalten. Badüberflutung vorprogrammiert. Was solls. Inzwischen passt das Kind die günstigsten Momente ab um ein Handtuch ins Klo zu stopfen, alle Wattestäbchen auf dem Boden zu zerstreuen und ähnliches. Noch immer: Duschen wird überbewertet.

Aber heute – ein Wunder. Das man nur zu schätzen weiß, wenn man die Babyjahre schon durch hat. Sohni schaut Petterson und Findus im Fernsehen, ich sage: „Ich gehe jetzt duschen, ok?“ Er nickt. Ich gehe runter, hole noch Sachen aus dem Schlafzimmer und rufe die Treppe rauf „Ich gehe jetzt duschen, ja???“ – Sohni ruft zurück „Ja Mama“. Ich weiß, dass es ihn überhaupt nicht interessiert. Ich dusche. So richtig – mit Haare waschen UND anschließender Pflege! Richtig lange. Ich komme wieder hoch und Sohni sitzt noch immer wie angewurzelt auf dem Sofa. Schön. Willkommen in einer neuen Ära.

Es wird nicht nur anders, es wird wirklich besser!

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