Familienyoga – das jähe Ende

Vom Start zum Ziel

Vielleicht hast du meinen Beitrag über Familienyoga gelesen und weißt schon, dass ich auf der Suche war nach einer Möglichkeit Sport zu machen und das Kind dabei mitzunehmen. Diese hatte ich vermeintlich im Familien Yoga gefunden. Es klang toll und die Schnupperstunde war sehr unproblematisch – die wirklich tolle Kursleiterin bemühte sich sowohl den Kindern als auch den Erwachsenen in der Stunde etwas zu bieten. So durften die Kinder die Erwachsenen in Tiere verzaubern, z.B. in den Hund, die Erwachsenen machten die entsprechende Position, die Kinder krabbelten drunter durch – oder machten einfach mit.

Nach der Schnupperstunde war ich so begeistert, dass ich mir direkt einen 10er Pass gekauft habe. Leider lief es seit dem nicht mehr so gut. Sohni war dort immer schon extrem aufgeregt, rannte durch den Raum, war von Anfang bis Ende unerträglich laut. Mitgemacht hat er bei gar nichts, dafür kletterte er die ganze Zeit auf der Kursleiterin herum. Was für sie etwas schwierig war, wenn sie eine Übung vorzeigen wollte. Es blieb nicht bei der Kursleiterin, er bekletterte auch andere Eltern. Eine Mutter war heute schon ziemlich genervt von ihm und hat ihn angefahren, dass sie das nicht will. Kann ich verstehen – ich würde auch kein fremdes Kind auf mir herumklettern haben wollen, während ich gerade Yoga mache… Ich erspare dir weitere Details, das Ende vom Lied war, dass wir rausgeworfen wurden.

Nun, natürlich nicht richtig rausgeworfen. Eher hat man diplomatisch mit mir gesprochen, dass man überlegt habe, Familienyoga sei vielleicht für Sohni doch nicht 100%ig das passende Angebot. Man habe noch andere Kurse im Haus, nämlich einen für „schwierige Kinder“ (so heißt der Kurs natürlich nicht, aber die Beschreibung trifft es ganz gut ;-)). Obwohl es normalerweise nicht möglich ist einen Yogapass wieder zurückzugeben, wurde für uns eine Ausnahme gemacht. Da sich auch die Kursleiterin dafür einsetzte, weil Sohni andere KursteilnehmerInnen stört. Und die ganze Gruppe. Und überhaupt. Einfach nicht geeignet ist. Stattdessen gehen wir jetzt in einen Psychomotorik Kurs, der ihm auch bei seiner Wahrnehmung helfen soll. Leider kollidiert der Kurs mit meinen Arbeitszeiten :-/ Aber gut, zum Yoga können wir nicht mehr, und das andere ist sicher gut für ihn. Die nächsten 12 Wochen werde ich mir mit meiner Kollegin schon ausmachen können, dass ich mittwochs früher gehe.

Blöd ist allerdings nur, dass ja eigentlich ICH Sport machen wollte, und Sohni mitnehmen wollte. Stattdessen macht ER nun einen Kurs…

Na was solls, das Leben ist nicht immer ein Ponyschlecken. So kommt Sohni zum ohnehin dringend benötigten Psychomotorik Kurs, ich werde – hoffentlich – die nächsten Wochen Mittwochs früher Feierabend haben – und ich bin wieder um eine Erfahrung reicher 🙂

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2 Gedanken zu “Familienyoga – das jähe Ende

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