12 von 12 – März 2016

Spät aber doch, mein heutiges 12von12 (siehe draußen nur Kännchen). Unvollständig, da Samstage bei uns in der Regel dermaßen unspektakulär sind, dass ich kaum 12 Fotos zusammenbringe. Heute war eine Ausnahme mit gleich 2 „außergewöhnlichen“ Ereignissen, trotzdem sind es wohl keine 12 geworden 😉

Fangen wir mal an.

12von12 Waage

Nachdem wir den ganzen Vormittag mit Fernsehen verbracht haben, stelle ich mich mal wieder auf die Wii. Diesmal nur, um mich nach 5-6 Wochen mal wieder zu wiegen. Schön – das Gewicht geht noch immer konstant runter. Ich freu mich. Und ganz offensichtlich hat noch niemand staubgesaugt. Komisch.

12von12 Mittagessen

Ich hasse kochen, das ist kein Geheimnis. Heute gibt es Alaska Seelachs in Blätterteig mit Kohlrabi-Erbsen-irgendwas. Natürlich aus der Tiefkühltruhe – vermutlich kann man das auch selbst machen, den Sinn darin habe ich nur noch nicht entdeckt.

12von12Lego

Sohni baut seltsame Sachen aus Lego von denen man niemals erraten könnte, was es darstellen soll. Macht aber nichts, denn er hält es einem ins Gesicht und sagt 20x was es ist. Das hier sollte übrigens glaube ich eine Fotokamera sein 😉

12von12Muffins

Die Mutter backt dann noch! Das kommt nicht sooo oft vor, obwohl ich wesentlich lieber backe als ich koche. Hier gibt es heute Low-Carb-Schoko-Muffins. Sie sind lecker, und es sind noch jede Menge da.

6MinutenCoach

Derzeit mache ich täglich Übungen aus dem 6-Minuten-Coach, allerdings nicht mit dem hier gezeigten Buch, das ich vor einem Jahr auf einem Seminar gekauft habe, sondern online im Happiness House.

12von12Wimpern

Später finde ich noch Zeit zum Wimpern färben. Oder besser gesagt: Zum Versuch, die Wimpern zu färben. So richtig gelungen ist mir das nämlich nicht, glaube ich. Jedenfalls kann ich nicht erkennen, dass sich etwas verändert hätte. Nun ja, ich werde es in ein paar Wochen nochmal versuchen, vielleicht habe ich es nicht lange genug einwirken lassen.

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Jetzt das Highlight des Tages: Es ist kurz vor 19 Uhr und wir verlassen das Haus! Ich habe Sohni schon den ganzen Tag darauf vorbereitet, so dass es zum Glück keinen Widerstand gab und er ganz freiwillig mitgekommen ist. Ich bin in einem Mittelalterverein und dort bei den Tänzern sehr aktiv. Nun ja, ich WAR sehr aktiv, bevor ich Mutter vom Kind wurde 😉 Im Winter gibt es ca. 1x im Monat Tanzveranstaltungen von meinem Verein, heute war wieder so eine.

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Sohni hat dort Pommes bekommen, somit war er zunächst beschäftigt. Allerdings ist er immer extrem aufgeregt wenn wir wo anders sind, und dreht ziemlich auf. Dort ist aber so viel los und es ist laut, so dass er nicht so sehr auffällt.

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Dann geht es los und wir tanzen. Also ich. Sohni macht inzwischen irgendwas anderes, meistens findet er einen Erwachsenen, der gerade nicht mittanzt. Oder eines der anderen, allerdings viel älteren, Kinder dort. Oder er tanzt in der Mitte einen Solo Part 😀

Dann ist mein Akku ausgegangen, und den Rest muss ich dir also einfach so erzählen:

Wie gesagt war Sohni sehr aufgekrazt und voller Adrenalin. Die ganze Zeit ist er wild, schnell und laut wie ein Flummi durch die Gegend gerannt/gesprungen/gekrochen/whatever. Aber dann, ab 22:30 Uhr (und nein, er macht schon lange keinen Mittagsschlaf mehr), wurde er schlagartig müde. Er wollte kuscheln. Mütter wissen – jetzt beginnt die langsam aufsteigende Panik. Oh je, schläft er jetzt ein? JETZT? Sofort? Soll ich ihn irgendwo in die Ecke legen, auf einen Mantel gebettet und mit dem Schal zudecken? Könnte ich machen. Aber in ca. einer halben Stunde, oder Stunde, will ich selbst heim. Dann müsste ich ihn wieder wecken. Wäre er dann nicht furchtbar schlecht gelaunt und würde den ganzen Heimweg nur schreien? Ich kann den schweren Brocken ja kaum tragen.

Oder gehen wir einfach jetzt sofort heim? Dann muss es aber schnell gehen. Denn er sieht aus, als würde er unterwegs einschlafen. Kinderwagen etc. haben wir schon lange nicht mehr. Hmmm. Nach langem (zu langem…) zögern entscheide ich mich für Variante 2 – ich will fluchtartig gehen damit das Kind noch wach ist, bis wir zu Hause über die Türschwelle treten.

Ich war zu langsam. Ich würde dir gern ein Bild davon zeigen, aber du weißt ja, der Akku… Wir verließen relativ schnell das Lokal, liefen zur gegenüberliegenden Ubahnstation und ich sah noch unten, dass die nächste gleich einfahren würde. Ich wusste, Sohni schafft es nicht so schnell die Treppen rauf zu hetzen. Ich trug ihn also. Und manchmal, nur manchmal, überschätze ich mich um Längen. Hatte ich wirklich gedacht, ich schaffe es in weniger als einer Minute mit einem 19kg Kind auf dem Arm eine wirklich lange Treppe raufzulaufen, bei der man noch zwei mal ums Eck muss? Offensichtlich schaue ich zu viele Superhelden Filme. Selbstverständlich schaffte ich es nicht 😉 Die Ubahn fuhr schon weg, da waren wir noch nicht einmal in Sichtweite. Ich setzte Sohni also wieder ab und ließ ihn die restlichen Stufen selbst gehen, die nächste Bahn kam erst 7 Minuten später. Ewige 7 Minuten später. Diese 7 Minuten haben sogar ausgereicht, dass Sohni eingeschlafen ist. Auf der Bank in der Station. Als die U6 endlich kam, trug ich ihn hinein und verscheuchte ein junges Mädchen von einem Sitzplatz, den ich für mich beanspruchen wollte. Sohni hing auf mir wie ein nasser Sack. 2 Stationen später musste ich umsteigen in eine Straßenbahn. Leider war ich bei der Ubahn am falschen Ende eingestiegen und musste unnötig weit laufen. Mit einem Kind, dass sich inzwischen anfühlte wie ein Zementsack, und auch ähnlich unhandlich wurde. Ich klemmte meine Arme unter seinen Po und hoffte, ihn so besser tragen zu können. Sein Kopf pendelte hin und her und ich hatte schon die Befürchtung jemand würde glauben, ich versuche gerade unauffällig eine Leiche zu entsorgen. Natürlich kam genau in dem Moment ein Polizeiwagen mit Blaulicht an mir vorbei gerast. Die schienen sich aber nicht für uns zu interessieren. Gut, also nochmals 5 Minuten auf die Bim warten. Warum dauert nachts nur alles so lange? Inzwischen war es ca. 23:30 Uhr. Zum Glück sind es nur 3 Stationen, aber der daran anschließende 5 Minuten Fußweg von der Station nach Hause wird allerdings morgen für ziemlichen Muskelkater sorgen. Im Schlaf scheinen Kinder ihr Gewicht nämlich zu verdoppeln, so dass ich keine knappen 20, sondern gefühlte 40kg auf dem Arm trug! Unhandliche, nasser-Sack-40-Kilo.

Vor der Tür dann die Frage: Wie komme ich jetzt eigentlich an meinen Schlüssel? Mit nur einem Arm konnte ich Sohni nicht halten, und abstellen konnte ich ihn ja auch nicht. Sämtliche Weckversuche waren gescheitert. Ich suchte mir etwas, wo ich meinen Fuß erhöht abstellen konnte, setzte ihn auf mein Bein, hielt ihn fest bevor er beinahe zur Seite runterkippte und fischte mit der anderen Hand in der Tasche nach dem Schlüssel. Der natürlich in dem Augenblick nicht dort war, wo er sein sollte. Aber ich habe es geschafft, Haustüre und Wohnungstür waren schließlich offen und ich legte Sohni erstmal in voller Montur auf den Bettrand,um hinter mir die Tür schließen zu können und mich selbst erst einmal auszuziehen. Irgendwie muss er in dem Moment kurz wach geworden sein und robbte in Stiefeln, Haube, Schal und dicker Winterjacke auf seinen Schlafplatz weiter, wo ich ihn dann tiefschlafend fand. Das ich ihn dann ausgezogen habe, hat er überhaupt nicht mitbekommen.

Ich bin jetzt so k.o., dass ich dir lieber kein Abschlussfoto zeige 😉 Aber vielleicht bekomme ich noch Fotos von der Tanzveranstaltung, dann würde ich hier noch eines nachtragen. Ich gehe jetzt schlafen in der Hoffnung, dass Sohni morgen etwas länger schläft. Oder zumindest nicht schon um 7 putzmuter ist. Und der Muskelkater in den Armen nicht so arg wird 🙂

Gute Nacht

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