Das Kind – Störfaktor Nr. 1 der Gesellschaft? Meine Erfahrungen dazu

Kinder verboten

Vor kurzem bin ich über den Artikel „Wieso sind Kinder ungewollte Menschen?“ von Glucke und So gestoßen, worin sie über unliebsame Begegnungen mit … sagen wir nicht gerade kinderliebenden Menschen spricht. Menschen, die sich am lautem Lachen vom Kind stören, Menschen, die finden dass das Kind hier nichts zu suchen hat etc. Sie fragt sich

Wieso nur ist die Gesellschaft so empfindlich gegenüber Kindern? Egal was Kinder machen, sie sind irgendwie auffällig. Es gibt immer rollende Augen, Seufzer und Kommentare.

Tja. Das frage ich mich auch. Als ich das gelesen habe, dachte ich, puh – wenn ich anfange einen Artikel darüber zu schreiben was mir schon alles an Feindseligkeit entgegengeschleudert wurde in den letzten 3,5 Jahren, das sprengt den Rahmen. Seit 3,5 Jahren wird mir ständig suggeriert, dass mein Kind stört. Und das ICH störe, weil ich mit dem Kind da bin, wo ich bin. Und ja, wenn man das so oft zu hören und zu spüren bekommt, ist man auch selbst irgendwann davon überzeugt. Das geht nicht einfach an einem vorüber. Wenn es Ausnahmesituationen wären, dann vielleicht. Aber man – bzw. ich – kann ja kaum das Haus verlassen ohne angefeindet zu werden.

Klingt übertrieben und drastisch? Dann lies hier ein paar Beispiele.

Kind steigert sich, noch etwas jünger, in der Straßenbahn in einen Schreianfall rein. Nicht nur einmal. Die Reaktionen aus dem Umfeld sind unterschiedlich, aber nie gibt es einfach keine Reaktion. Von gemurmelten „Eine Watsche würde der von mir kriegen“, von Menschen die aufstehen und sich seeehr weit weg wieder hinsetzen (schon sehr oft der Fall gewesen), oder auch Menschen die mich besorgt ansprechen weil sie offenbar denken, ich hätte mein Kind misshandelt – alles schon dabei gewesen. Diese Schreianfälle auf dem Heimweg vom Kindergarten kamen wahnsinnig oft vor. Und zu 80% wurde ich angesprochen, von gut gemeint bis drohend. Glaub mir, ist das erstmal ein paar Mal passiert, steigst du schon schwitzend in die Straßenbahn ein und fürchtest dich vor den heutigen Mitfahrern. Wenn es nicht zu kalt war, bin ich lieber zu Fuß gegangen – spart eine Menge Ärger. Schränkt einen aber auch irgendwie ein, weitestgehend auf öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten.

Geschäfte: Die meisten würden gern neben dem „Hunde verboten“ Schild auch ein „Kinder verboten“ Schild hängen. Davon bin ich überzeugt. Ja gut, ich hab nicht eins dieser tollen schüchternen Kinder, die an Mama kleben, ständig am Rockzipfel hängen, und sich niemals auch nur einen Millimeter von Mama entfernen würden. Solche Kinder sind offenbar in unserer Gesellschaft das Nonplusultra, die Sorte Kinder, wegen denen man sicher nie beschimpft wird. So eins hab ich nicht. Es gab eine Phase, da bin ich mit Sohni in ein Geschäft gegangen, und sofort ist er losgerannt. Hat sich einen Spaß draus gemacht, durch die Gänge zu laufen. Ich schwitzend hinterher, schon in Vorahnung dass das jemandem nicht passen wird und wir angemeckert werden. Das lies natürlich nicht lange auf sich warten. Und die „Das ist hier kein Spielplatz“, „Renn bitte draußen“ etc. Aussagen kamen sowohl von anderen Kunden, als auch vom Verkaufspersonal. Verständlich irgendwie. Ja, das stört. Auch mich würde es vermutlich stören, wenn ich mir etwas in Ruhe anschauen will und ein wildes Kind zischt 5 Millimeter an mir vorbei.

Vorgekommen im DM, im H&M, im BiPa, in diversen Klamottengeschäften, in Lebensmittelgeschäften. Ich wusste zu der Zeit nicht, wie ich Sohni dazu bringen soll, bei mir zu bleiben. Ich habe es mit reden und erklären versucht. Ich habe es auch mit Gewalt versucht. Ich habe es mit drohen versucht (du bist schuld wenn wir wieder angemeckert werden). Ich habe alle Geschäfte gemieden. Das meiste online gekauft. Lebensmittel versucht auf dem Weg zwischen Arbeit und Kindergarten zu besorgen, um ja nicht mit Kind in ein Geschäft zu müssen. Geht alles, schränkt aber auch ein.

Bars/Restaurants. Hier sind Hunde meistens willkommen. Kinder nicht. Außer, man hat so ein tolles Kind, eins das am Tisch sitzt und malt oder am Tablet spielt, Stunden um Stunden. So eins hab ich nicht. Und ich weiß nicht, ob ich etwas falsch gemacht habe, dass mein Kind nicht so geworden ist. Aber im Grunde glaube ich, ist das eine Charaktersache. Mein Kind hat leider nicht so einen Charakter. Er ist lebhaft und hat einen Bewegungs- und Entdeckerdrang, speziell letzteres ist fast überall äußerst unbeliebt.

Einmal saß ich mit Arbeitskollegen draußen an einem Tisch, Sohni dabei. Ich dachte, er könne ja rumlaufen, solange ich ihn sehen kann ist das ja egal. Er ist auch ein wenig rumgelaufen. Ich beobachtete ihn von weitem. Er war immer in meinem Blickfeld. Ständig blieben Leute stehen und schauten ihn an, schauten herum, sahen keine dazugehörige Mutter und sprachen ihn an, wo denn Mama sei. Mir wurde das nach dem dritten mal zu blöd, ich habe ihn also gebeten doch bei uns zu bleiben. Das war ihm zu langweilig, also hat er sich ein Spiel ausgedacht. Nämlich die Aschenbecher von der Nachbars Bar von den Tischen zu räumen, sie auf die Tische von unserer Bar zu stellen, und anschließend wieder zurück. Der Kellner der Nachbars Bar fand das nicht gut und bat mich, meinem Sohn zu sagen, er möge das unterlassen. Sohni ist keins dieser Kinder, die sich an einen Tisch mit Erwachsenen setzen und dort einfach bleiben. Ich wüsste gar nicht, wie ich ihn dazu bringen könnte. Also sind wir gegangen. Lange Zeit habe ich Bars gemieden.

Aber dann kam eine Verabschiedung einer Kollegin, in einer Bar ganz in der Nähe meiner Wohnung. Ich dachte mir, ich versuche es. Ich muss doch auch mal raus, und ich war neu in der Firma, wollte die Kollegen auch mal abseits der Arbeit kennenlernen. Wir waren im Innenbereich die einzigen, fast alle anderen Gäste saßen draußen. Sohni saß trotz einer Menge mitgebrachter Spielsachen und Malsachen nicht am Tisch sondern kroch unter dem Tisch und unter den Stühlen hindurch, auch in den benachbarten, noch leeren Raum. Ich ließ ihn, da außer uns ja niemand da war. Später füllte es sich dann doch etwas, der Kellner, ein unfreundlicher Zeitgenosse, „bat“ mich auf eine derart beschissene Art und weise mein Kind im Zaum zu halten, dass ich vor ihm und meinen Arbeitskollegen in Tränen ausbrach und ein unverständliches

Soll ich mich eigentlich lieber alleine zu Hause einsperren, nur weil ich ein Kind habe?

stammelte. Danach brauchte ich erstmal ein Bier und eine Zigarette, dabei rauche ich gar nicht. Da das ja nun auch nicht das erste mal war, schwor ich mir, nie wieder mit dem Kind in ein Gasthaus oder ähnliches zu gehen. Vor wenigen Monaten dann musste ich aber doch, da ich mich mit ein paar Leuten aus einem Kurs treffen wollte und wegen plötzlichem Regen und Kälteeinbruch kein Outdoor Treffen möglich war. Außerdem waren der Rest Erwachsene, ohne Kinder. Also saß ich wieder an einem Tisch, von Anfang an leicht panisch, was heute wieder passieren würde. Trotz dass ich Sohni extra nicht am Außenrand platzierte (ich dachte, wenn er innen in der Ecke sitzt, ist es nicht so leicht auszubüchsen), blieb er nicht am Tisch sitzen. Die tollsten Spielsachen hatte ich dabei. Sogar mein Handy bot ich ihm an, das er sonst nie haben darf. Das war alles uninteressant, weil es im Gasthaus schließlich Dinge zu entdecken gibt, die er nicht kennt. Man kann klettern und kriechen, und Mama ignorieren wenn sie sagt, dass man das lassen soll. Laut schreien wollte ich nicht, ich versuchte es mit zornigem zischeln, gewaltsamen am Handgelenk packen und festhalten etc. Die anderen meinten „Lass ihn doch“. Ja, klar. Die bekommen ja den Ärger nicht ab. Ich kam mir vor, als könne ich hellsehen. Der Ärger kam nämlich kurz darauf, der Kellner hatte nämlich – vermutlich berechtigte – Angst, mit seinen vollen Tabletts über das ständig am schmalen Gang herumkriechende Kind zu stolpern. Das gab er mir auch zu verstehen, in seiner vermutlich nicht freundlichsten Art. Ich hatte wieder Tränen in den Augen und sagte zu den anderen nur „Ich habs euch gesagt, wohin wir gehen, gibt es Ärger und Anfeindungen“.

Der absolute Oberknüller vor ein paar Wochen, ich kann es noch immer nicht ganz glauben, dass das wirklich passiert ist. Wir gehen eine Straße entlang, und schauen uns ein Schaufenster an. Da war ein Gaming Shop mit diversen Karten wie Magic etc., also natürlich für einen kleinen Jungen – genau wie für die tendenziell nerdige Mama – ein Blickfang. Wir blieben also stehen und schauten uns das Schaufenster an, bis dahin dachte ich, dafür sei es da. Sohni allerdings legte in Kindermanier seine Hände an die Glasscheiben und drückte sich die Nase platt. Da kam doch glatt aus dem Geschäft jemand heraus auf die Straße und ermahnte uns unfreundlich, wir sollen sofort aufhören an die Scheibe zu klopfen, und verschwand wieder. Hallo? Gehts noch? Niemand hier hat an eine Scheibe geklopft? Vielleicht hat Sohni seine Hände nicht vollkommen geräuschlos an die Scheibe gelegt – aber deshalb macht sich jemand wirklich die Mühe, hinter dem Verkaufstresen hervorzukommen, zur Tür zu gehen, sie zu öffnen und auf die Straße zu gehen, um jemanden anzublaffen?? Hmmmm. Ja, so ist das wohl wenn man mit Kind das Haus verlässt.

Selbst wenn ich Sachen mache, die speziell für Kinder sind, wie z.B. Familienyoga, werden wir rausgeworfen, wie ich hier beschrieben habe.

Ach ja, fast vergessen. Nachbarn kann man sich nicht aussuchen. Ich war gerade in meine derzeitige Wohnung eingezogen und grillte mit ein paar Freunden auf meiner Terrasse, Sohni war ca. 1,5 sowie auch seine 2 oder 3 Freunde, die dabei waren. Zum Schluss war nur noch einer seiner Freunde da, mit seinen Eltern. Meine Terrasse grenzt an eine weitere Terrasse, die Nachbarin dort hatte ich durch den Sichtschutz bis dahin nur einmal kurz gesehen, aber nicht wirklich kennengelernt. Ich erinnere mich nicht mehr an den genauen Wortlaut, aber sie kam während wir noch grillten plötzlich aus ihrer Wohnung geschossen und brüllte aus Leibeskräften sowas wie

Jetzt ist aber mal Ruhe da drüben, verdammtnochmal. Es ist Sonntag!!!!!!!!!!!

So schnell wie sie draußen war, so schnell war sie auch wieder drin und knallte die Tür zu, ohne mir die Möglichkeit zu geben, darauf zu reagieren. Meine Reaktion wandelte sich binnen Sekunden von verblüfft-sprachlos zu trotzig-sauer, zu besorgt Bauchschmerzen-habend. Eine solche Situation kam nie wieder vor, und besagte Nachbarin zog einen Sommer später aus. Trotzdem achtete ich immer darauf, die Fenster und vor allem die Terrassentür zu schließen, wenn Sohni drinnen etwas lauter war, und ließ ihn wenig rausgehen. Und wenn, redete ich auf ihn ein, sich möglichst leise zu verhalten. Immer wenn ich die Tür öffnete, schielte ich rüber ob die Terrassentür der Nachbarin ebenfalls offen war. Heute habe ich neue Nachbarn, ein junges Pärchen. Sie scheinen nett zu sein, und feiern oft Parties. Ich schätze sie nicht so ein, als würden sie sich mal beschweren. Sohni quatscht sie oft durch den Sichtschutz an, ich bin jedesmal etwas nervös, ob es ihnen wohl eh nicht auf die Nerven geht.

Mein liebstes Hobby, das Lagerleben mit meinem Mittelalterverein, in dem ich seit ca. 7 Jahren bin, habe ich fast aufgegeben. Früher dachte ich, geht doch auch mit Kind super. Machen andere ja auch. Ist ja auch ein Spaß für das Kind. Prinzipiell ja. Aber letztes Jahr, während eines 4tägigen Lagers, habe ich fast mehr geweint als alles andere. So viele „Lass das“, „Fass das nicht an“, „Geh nicht dort hin“, etc. habe ich noch nie gehört. Als ich fragte, was er denn eigentlich machen könne, ohne von irgendjemandem ermahnt zu werden, es zu lassen, kam der Vorschlag, der könne kleine Steinchen in den Brunnen werfen. Als er das tat, kam jemand anderes und sagte ihm, er solle das lassen. Ich bin in Tränen ausgebrochen und habe Sohni einfach stehen gelassen und bin zur Kettenraucherin mutiert. Nochmal: Ich rauche eigentlich gar nicht. Ich wollte dieses Jahr eigentlich auf das gleiche Fest fahren, hatte dann aber doch zu viel Angst. Zumal ich von dort nicht allein weg kann. Ich wage es vielleicht nochmal im Juli, hier in Wien. Wenn es schlimm wird, kann ich einfach nach Hause fahren. Ich möchte noch nicht einsehen auf ALLES zu verzichten, nur weil mein Kind nicht willkommen ist.

Ja, ich weiß. Ist doch egal, was die anderen denken. Ist es auch. Wenn sie es für sich behalten. Tun sie aber mir gegenüber offenbar nicht. Und es ist einfach alles andere als schön, ständig Kritik ausgesetzt zu sein. Vorallem, wenn sie dem Verhalten meines Sohnes gilt, auf das ich wenig Einfluss habe. Eigentlich glaube ich nicht, dass ich irgendwas falsch gemacht habe. Er ist nun mal kein schüchternes Kind, ist offen, bewegt sich frei und geht auf andere zu. Das ist doch auch eigentlich was gutes, oder? Hätte ich früher angenommen. Heute weiß ich, dass solche Kinder in unserer Gesellschaft wohl nicht willkommen sind. Das sind sie nur, wenn sie ruhig sind, lieb schauen und sich wenig bewegen. Alles andere ist schlecht erzogen und wird kritisiert. Und wenn man so mit Kindern (und deren Müttern) umgeht, da wundert sich dann jemand ernsthaft über eine #regrettingmotherhood Debatte? Na, ich nicht! Ich warte derweil darauf, dass Sohni älter wird und hoffe, dass mit jedem Lebensjahr die Anmotzerei von Fremden weniger wird. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt.

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4 Gedanken zu “Das Kind – Störfaktor Nr. 1 der Gesellschaft? Meine Erfahrungen dazu

  1. Hallo, puh wenn ich deinen Artikel lese muss ich wirklich mitleiden! Schrecklich.

    Meine Tochter ist gerade 3 geworden und wir haben noch nicht solche „krassen“ Geschichten erlebt. Aber wir hatten auch schon einen Wahnsinns-Bock-Anfall im Supermarkt. Ein Mann sagte zu seiner Frau – ein Elefant ist ein Sch.. dagegen. Er hat mich nicht gesehen (stand in der Ecke und ließ meine Tochter toben, was soll ich sonst machen?) der Frau war es peinlich, weil sie mich schon gesehen hat. Andere gingen vorbei und meinten, sie kennen das. Ein junger, engagierter Mann stürzte sich sogar hin und fragte, ob er helfen kann 🙂 Er dachte, sie braucht ärztliche Hilfe, total lieb.

    Andere Szene -Besuch im kunsthistorischen Museum Wien, Kind müde, wollte sich die Jacke nicht mehr anziehen. Schreierei – und ja es hallt dort drinnen 🙂 Mein Mann wollte ihr aber die Jacke drinnen anziehen. Halbe Stunde Bockanfall bis wir wieder beim Besuch daheim ankamen. Viele Leute haben halt im Vorbeigehen gelacht, aber das ist mir wurscht, solange mich keiner anflegelt , sonst werde ich zur Furie 🙂

    Aber – auch ich habe zb Einkäufe (Lebensmittel) nach Abholung von der Krippe wie die Pest gemieden- sprich raus aus der Krippe, Auto und heim! Ohne Mittagsschlaf wo hinfahren? Keine Chance, ich hätte ein bockiges Kind zum Einkauf mitnehmen müssen. Das wollte ich einfach nicht. Ich meide auch Spielzeugläden oder Klamotten-Läden mit Kind. Klar, als Allein-Erzieher fast nicht möglich bzw oder Online-Kauf vorziehen.

    Die Nachbarschaftsgeschichten kenne ich auch. Aber in dem Fall waren wir die Leidtragenden – ich muss keine 3-7 Jährige Kinder um 0-1 Uhr früh rumlaufen lassen inkl Familien-Besuch. DAs geht für mich gar nicht!!!!!!!! Und dann sagen – das sind doch nur Kinder. Ein Witz.
    Unsere Tochter lernt zb , dass sie in der Wohnung nicht zu laufen hat. Wir wohnen jetzt im ersten Stock . Aber ich nehme Rücksicht auf die Nachbarn. Unter uns wohnt ein älteres Ehepaar, ich nehme zb alle paar Monate Kontakt auf zbw wenn ich sie sehe, dann spreche ich mit ihnen, ob es eh passt. Und wir kein Stör-Faktor sind. Das mit deiner Geschichte ist wirklich hart, da trägst du auch keine Schuld! Die war einfach irre!

    Ich verstehe dich sehr gut, aber ich glaube wir müssen einfach härter im Nehmen sein und uns kein schlechtes Gewissen einreden lassen. Klar gibt es Leute mit Kindern , die etwas eigenartig drauf sind, aber der Großteil verhält sich normal. Wenn Kinderlose damit nicht umgehen können ist nicht unser Problem!

    Alles Gute!

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    • Danke 🙂 Na ihr habt aber auch schon was erlebt. Und wo du wegen Supermarkt schreibst, da ist mir auch mal was „lustiges“ passiert: Sohni brüllt wie am Spieß weil er nicht sofort eine Mandarine essen darf, sondern ich die erst bezahlen will. Ehepaar starrt uns die ganze Zeit an macht Kommentare dazu, wie laut er ist etc. Ich war so gereizt (unglaublich wie hoch der Stresspegel steigen kann :-)) dass ich zurückgeblafft habe, dass es nicht unbedingt besser wird nach ihren Kommentaren. Die Frau hatte sich dann glaube ich sogar entschuldigt, glaube, ich habe ihr Leid getan 😀
      Und Nachbarn… also ich weiß ja nicht, aber wenn man so gar keinen Lärm etc. abkann, dann sollte man vielleicht grundsätzlich nicht in ein Mehrfamilienhaus ziehen. Wäre für alle Beteiligten das beste 🙂

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  2. Hi!
    Oh man, da hast Du ja schon einiges an negativen Erfahrungen gemacht!
    Da fiel mir gleich der Café-Besuch mit einer Freundin und unseren Kindern ein. Ihr Kind (zum Glück nicht meins) hat total rumgezickt und die Mutter hat es in die Karre gesetzt. Da mischte sich eine ältere Dame ein und sagte: „Das ist eine Zumutung was Sie hier machen! Hier sind noch andere Leute! Gehen Sie bitte woanders hin, wir wollen hier in Ruhe Kaffee trinken!“ Da war ein netter Herr bereit sich auch einzumischen und sagte, dass Kinderlärm was Natürliches sei und jedes Kind mal schreien dürfe. Darauf die ältere Frau entsetzt: „Aber doch nicht am Tage!!!“ Im Mund lagen mir die Worte, dass alte Leute dafür immer im Weg rumstehen und die dürfen wir auch nicht so verbal anfahren. Das wäre natürlich unsachlich und so hab ich mich nicht eingemischt. Meine Freundin hat ganz richtig gesagt, dass es anmaßend ist zu sagen was geht und was nicht und dass Kinder auch mal laut sind. Sie ist sehr selbstbewusst, aber dennoch wollte sie nur noch schnell austrinken und los.
    Ansonsten sind mir in Cafes etc die Blicke anderer Leute nicht entgangen, die eigentlich keine Kinder da haben wollen. Außerdem habe ich mitbekommen (als ich anderen die Café-Story erzählt habe), dass kinderlose Freunde auch erwarten, dass Eltern das Restaurant/ Café verlassen sobald das Kind lauter wird.
    Ich denke man muss das selbst gut einschätzen können. Wenn nichts mehr geht und mein Kind einfach schreit, gehen wir nach Hause. Wenn mein Kind sein Spielzeug auf den Holzboden haut, dann sag ich ihm es soll bitte auf dem Teppich spielen (wegen der Nachbarin unter mir). Und wenn meine Tochter neugierig im Park zu anderen Leuten rennt und sich da mit auf die Decke setzt, dann frage ich, ob es okay ist. Denn man muss nicht nur Toleranz erwarten, sondern auch an seine Mitmenschen denken.
    Ich nehme auch viel Kontakt zu den Nachbarn auf, denn viele Menschen dulden Lärm eher, wenn sie wissen woher er kommt.
    Wenn Dich die Reaktionen immer so aus der Bahn werfen, dann hilft es Dir ja vielleicht Dich mit anderen Muttis darüber auszutauschen und sie zu fragen, wie Sie reagieren? Vielleicht entwickelst Du dadurch eine bessere Resilienz den Nörglern gegenüber oder hast gute Einfälle wie Du kontern kannst. Dann sparst Du Dir die Tränen und nutzt die Energie, um mit Deinem Rabauken auf Entdecker-Tour zu gehen 😉
    Liebe Grüße
    Tina

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Tina (endlich weiß ich, wie du heißt ;-)), ist ja auch lustig gewesen, die Frau. Meint sie, Kindern wären am Tage ruhig und schreien in der Nacht? Wenn man es sich aussuchen kann, ist mir aber lieber sie schreien am Tag 😀
      Ich bin ja mit meiner derzeitigen Wohnsituation wirklich gesegnet, wir haben niemanden unter/über/neben uns, so dass wir gar nicht stören können. Außer wir sind draußen, auf der Terrasse – da hört und sieht uns natürlich alles drumherum. Aber derzeit scheinen alle Nachbarn ganz ok zu sein, keine weiteren Vorkommnisse! Aber stimmt, ich werde die neuen Nachbarn einfach mal fragen, ob eh alles passt, und Sohni sie nicht nervt (er quatscht sie oft durch den Sichtschutz an). Schaden kann es nicht 🙂

      Gefällt 1 Person

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