Urlaubsrückblick

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Hier ist es sehr ruhig geworden. Das liegt daran, dass ich – obwohl ich schon fast zwei Wochen aus dem Urlaub zurück bin – noch immer im Erholungsmodus bin. Und das ist gut so! Gleichzeitig tut sich aber auch sehr viel, wobei das meiste noch nicht spruchreif ist.

Fangen wir mal bei dem Urlaub an. Zuerst waren meine Eltern eine Woche in Wien zu Besuch. Das war insofern erholsam für mich, als dass ich das Haus alleine verlassen konnte, ohne irgendwas zu organisieren. Ich hatte z.B. in dieser Woche ein Elterngespräch bei Sohni´s Ergotherapeutin und musste keine Babysitterin bestellen (was immer bedeutet mehrere anzufragen, da die erste prinzipiell nie kann), nicht bangen zu müssen ob sie wirklich kommt (wie diese Woche passiert ist…), nicht auf dem Rückweg ausrechnen müssen, wieviel man ihr jetzt eigentlich bezahlen muss etc. Das klingt banal, ist es für die meisten Menschen auch, aber für mich ist das ein hohes Maß an Entspannung und auch eigentlich auch Befreiung. Da ist plötzlich noch jemand der sich kümmern kann, ohne dass ich denjenigen großartig bitten/organisieren/herbestellen muss. Einfach so vorhanden. Das ist ein immenser Luxus. In dieser Woche hatte das Pokémon Go Spiel gestartet – ja, ich spiele das 😉 Und ich hatte diesen riesigen Luxus einfach mal nachts für eine Stunde rauszugehen. Ich bin alleine durch die Straßen gezogen, mit meinem Handy in der Hand, und habe kleine, virtuelle Monster gefangen. Und habe das soooo sehr genossen, das kannst du dir vermutlich gar vorstellen 😀 Die Freiheit, alleine das Haus verlassen zu können, kann man Menschen in anderen Lebensumständen vermutlich nicht oder schlecht erklären.

Dann ging es gemeinsam mit meinen Eltern zurück nach Deutschland, wobei ich schon früher ausgestiegen bin und mit einer Freundin in den Playmobil Fun Park gefahren bin. Das habe ich ja hier schon erzählt, das war echt super schön und ein toller Start in den Urlaub. Dann ging es Mitte der Woche Richtung meiner Heimatstadt. Dort war ich dann aber nur einen halben Tag, denn dann habe ich mir zwei Tage Auszeit in einer nahegelegenen Therme gegönnt. Diese Tage habe ich ebenfalls sehr genossen, und ich habe jetzt einen neuen Lieblingsort auf der Welt: Die Bootsauna in der Wesertherme in Bad Karlshafen!

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Bootsauna, Foto von Bahn.de

Das Boot liegt in (auf??) der Weser, ist durch einen Steg erreichbar und das kleine Häuschen was du siehst, ist eine 80° Sauna. Sie hat ein großes Panorama Fenster, wo man direkt auf den Fluss schauen kann. Aber in der Sauna war ich nicht viel, ich lag sehr lange auf einem der Liegestühle davor. Schau dir mal diese Aussicht an. Die andere Seite fand ich noch schöner, da man von dort den Hugenotten Turm sehen kann.

Bootsauna, Bahn.de

Bootssauna, Foto von thermencheck.org

Ich lag dort ganz alleine, in der Dämmerung, bei leichtem Nieselregen. Das Wasser plätschert an einem vorbei, alles ist ganz ruhig. Das war einer der wunderbarsten Momente im ganzen Jahr – deshalb teile ich ihn hier 🙂

Für die Zeit in der Therme hatte ich mir einiges mitgenommen – Dinge, über die ich mal in Ruhe nachdenken wollte, im Kopf sortieren wollte, planen wollte. Einen Block und einen Stift um alles zu notieren, und sollte mir langweilig werden, zur Not noch ein Buch. Im Endeffekt lag ich zwei Tage einfach nur da und habe die Atmosphäre in mich aufgesogen, habe das Wetter genossen, mich im warmen Wasser treiben lassen und offenbar eine große Portion Kraft getankt. Mein Block war auf der Rückfahrt noch so leer wie vorher – das hatte ich so nicht erwartet 🙂 Macht aber überhaupt nichts, denn der Effekt war der gleiche, ich habe nur einfach nichts zu Papier gebracht.

Zurück bei meinen Eltern, die inzwischen auf Sohni aufgepasst hatten, habe ich dann viel mit meinen Freundinnen unternommen. Von DVD Abenden, über Brunchen, Shoppen und Kino – alles dabei. Und wieder: Sooo erholsam und befreiend, einfach um 19 Uhr das Haus verlassen zu können, allein, ohne Sohni der noch wach war. Weil ja eh jemand anderes da ist, und er auch von jemand anderem ins Bett gebracht werden kann. Und es einfach egal ist, ob ich jetzt da bin oder nicht. Wunderbar!

So vergingen also meine 2 Wochen Urlaub, und obwohl ich gar nichts „tolles“ gemacht habe, keinen „richtigen“ Urlaub – also kein Meer, Strand, Hotel oder was auch immer man sich unter Urlaub sonst vorstellt, war es diesmal wirklich sehr erholsam und schön! Und obwohl ich schon seit 2 Wochen zurück bin, bin ich irgendwie noch immer erholt. Und das trotz unglaublichem Chaos im Büro.

Gleichzeitig verändert sich in meinem Leben gerade viel, zumindest gefühlt. Ohne dass ich es konkret beschreiben könnte, manches ist auch nur eine Kleinigkeit, manches hat größere Auswirkungen – irgendwie ist hier gerade alles in einer Art Umbruch. Aber sanft. Und gut. Wie sagte schon Konfuzius?

Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern

In diesem Sinne wünsche ich dir noch einen schönen Sonntag, voller wunderbarer Momente und der ein oder anderen Veränderung 😉

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