Warum ich unregelmäßig blogge (und das ok finde)

Zeit Regelmäßig bloggen

Ich bin in einigen Blogger-Gruppen auf Facebook und dort eher als „stille Mitleserin“ vertreten. Als ich vor einem Jahr angefangen habe zu bloggen, habe ich mir mal ein Buch über WordPress gekauft (bisher nie gelesen) und natürlich auch einige Blogs zum Thema bloggen gelesen. Und unterm Strich ist der wichtigste Hinweis meistens soetwas wie „Blogge regelmäßig, oder lass es gleich“ Mache ich aber nicht. Ätsch. Und jetzt? „Du wirst keine Follower bekommen“. Keine was? Achso, Leute die meinen Blog lesen. Naja, DU liest ihn ja gerade, oder? Na also. Und das ist doch die Hauptsache.

Natürlich ist das nett, wenn neben dir noch ein paar andere Leute den Blog lesen. Manchmal schreibe ich ja richtig kluge Sachen, die nicht nur mir, sondern evtl. auch mal jemand anderem helfen. Es sieht aber so aus, als wärst du eh nicht die (oder der?) einzige, die das hier liest 😉

Und ganz ehrlich: Für mich ist bloggen etwas, was Spaß machen soll. Ich mache das, weil ich es möchte, weil ich mir damit die Zeit vertreibe, weil ich es spannend finde. Und: Weil ich Lust dazu habe. Ich hab aber nunmal nicht jeden Sonntag um 12 Uhr Lust zu bloggen. Genau wie ich nicht jeden Dienstag um 18 Uhr Lust auf Pizza habe. Ok, vielleicht schon. Oder ich nicht täglich Lust auf Schokolade habe. Mist, wieder ein hinkender Vergleich. Aber ich habe vermutlich nicht jeden Mittwoch um 21 Uhr Lust ein Buch zu lesen! Du weißt, was ich meine.

Kürzlich habe ich in einer Blogger Gruppe, ich glaube es war speziell eine Mama-Blogger Gruppe, die Frage gelesen, wie andere es eigentlich „schaffen“, der Fragestellerin wurde es derzeit neben Beruf und Kind(ern) einfach zu viel. Da schrillen bei mir schon die Alarmglocken. Wenn bloggen etwas wäre, was ich „schaffen“ müsste, was ich irgendwie in meinen Alltag quetschen müsste, was mir Stress bereitet – dann wäre der Blog das erste was ich stilllegen würde.

Ich habe ja hier schonmal darüber geschrieben, wie ich es – mal mehr mal weniger – schaffe mit einer großen Portion an Leichtigkeit zu leben. Das geht, in dem ich weiß dass ich nichts „muss“. Das ist für mich die wichtigste Regel – ich muss gar nix! Und nein, nicht mal zur Arbeit gehen muss ich. Natürlich sieht das mein Arbeitgeber anders, aber letztlich gehe ich hin weil ich a) sehr gerne dort arbeite, b) nicht wüsste, was ich sonst unter der Woche den ganzen Tag tun soll, und natürlich weil c) ich die Konsequenzen des Nicht-hingehens nicht haben will. Es ist also mehr ein ich darf/kann/will arbeiten gehen, als ein „ich muss“. Würde es sich für mich nach „ich muss“ anfühlen, würde ich überlegen was anders sein müsste, damit ich mich nicht mehr gezwungen fühle. Und dann etwas ändern.  Im äußersten Fall auch den Job wechseln.

Und so ist es auch beim bloggen. Warum sollte ich das Gefühl haben, bloggen zu „müssen“? Ist doch meiner, ich kann hier doch machen, was ich will. Und wann ich will. Und ich will lieber dann schreiben, wenn mir gerade etwas auf dem Herzen liegt. Oder ich mitteilungsbedürftig bin. Oder mir langweilig ist. Oder ich einfach gerade Lust habe, zu schreiben. Und ich behaupte jetzt einfach mal, du liest doch auch lieber etwas von mir, wenn du merkst, ich wollte dir das jetzt erzählen. Und nicht weil es schon wieder Sonntag 12 Uhr ist und ich mir schnell etwas einfallen lassen muss. Korrigier mich, falls ich daneben liege 😉

Natürlich habe ich keinen super professionellen Blog wo sich eine Kooperation an die nächste reiht und/oder ich sonst wie auch nur einen Cent damit verdiene. Tatsächlich habe ich zu Beginn meines Blogs nicht einmal geahnt, dass manche Menschen damit Geld verdienen. Aber auch bei dem ein oder anderen professionelleren Blog würde ich mir mehr Authentizität wünschen. Weniger Strategie. Weniger darauf achten, ob auf einem der vielen Social Media Kanälen die Likes zurückgegangen sind. Klar, wenn jemand bloggen zum Hauptberuf hat, ist das was anderes. Aber gerade bei Elternbloggern ist das doch meistens nicht der Fall.

Nun, was andere machen ist mir in der Regel recht egal. So auch hier. Andere können gern einem Redaktionsplan folgen. ICH jedenfalls blogge dann, wenn mir gerade danach ist. Nicht, wann ein Ratgeber es mir empfiehlt. Und ich denke, was für mich ok ist, ist auch für meine Leserinnen ok. Nach dem Gesetz der Resonanz landet ohnehin jeder, der aus meinem Blog gerade etwas positives ziehen kann, hier. Auch ohne Reichweiten-erhöhenden-Spektakel.

In diesem Sinne, hab noch einen schönen Tag, und wir lesen uns wieder sobald ich wieder Lust habe 😉

Mireya

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2 Gedanken zu “Warum ich unregelmäßig blogge (und das ok finde)

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