Rezension: Bertl und Adele treffen Herrn Grant (Anzeige)

So ihr Lieben,

wie versprochen hier die Rezension von Bertl und Adele Teil 2 😉 Hier hatte ich euch ja schon vom ersten Bertl und Adele Band berichtet, wo die zwei Freunde auf der Suche nach dem Glück sind.

In diesem Folgeband treffen Mäuserich Bertl und Schmetterling Adele bei einem ihrer Ausflüge auf Herrn Grant. Warum der so heißt, erfährt man auch gleich – steht er doch in seinem wunderschönen Garten und meckert was das Zeug hält, wie fürchterlich Unkraut jäten sei, wie anstrengend, und überhaupt. Adele und Bertl wundern sich, ob Herr Grant sich denn wohl gar nicht über seinen schönen Garten freut? Es gestaltet sich etwas schwierig dem Herrn ein gutes Wort zu entlocken, aber schließlich muss er zugeben, dass ihm der Garten ganz gut gelungen ist.

Aber Herrn Grant ist viel zu heiß und das Blumen gießen findet er furchtbar mühsam. Als langsam aber sicher Regen aufzieht, passt ihm das jedoch auch nicht. Erst Bertl und Adele machen ihn darauf aufmerksam, dass es doch auch etwas Gutes hat – schließlich kann er sich doch jetzt das gießen sparen.

Wir kennen alle solche Leute, oder? 🙂 Leute, die wirklich ständig jammern. Es ist zu heiß. Dann wird es kühler, und ihnen ist plötzlich zu kühl. Wird es wärmer, ist ihnen wieder zu warm. Sagt der Nachbar nicht hallo, sind sie beleidigt. Grüßt er freundlich, werden sie misstrauisch. Es gibt Menschen, denen kann man nichts, wirklich gar nichts rechtmachen. Die sind einfach immer schlecht drauf und granteln herum, suchen förmlich in allem und jedem nach etwas, worüber sie meckern können.

Das Bertl und Adele eher fröhliche Zeitgenossen sind, wissen wir ja schon aus dem ersten Band. So versuchen die beiden auch Herrn Grant ein wenig aus der Reserve zu locken – und tatsächlich gesteht er langsam, dass er doch auch ein wenig stolz ist, auf sein Gemüsebeet. Er stellt fest, dass seine beiden neuen Freunde immer so gut gelaunt sind. Adele weiß, „mit guter Laune macht das Leben viel mehr Spaß“ – nun möchte Herr Grant wissen, ob er das wohl auch lernen könne.

Die Maus und der Schmetterling sind sich sicher: Das kann man lernen! Sie wollen mit Herrn Grant gemeinsam üben – deshalb erfinden sie ein Spiel und nennen es „Was ist da das Gute dran?“ Herr Grant soll fortan, wenn er sich über etwas ärgert, überlegen ob es daran nicht auch etwas Gutes gibt. Zum Beispiel am Regen – mit Hilfe der beiden Freunde zählen sie auf, was ihnen positives am Regen einfällt.

Um ein bisschen zu üben machen sie am nächsten Tag einen Ausflug zu dritt. Anfangs noch recht motiviert rutscht Herr Grant dann aber doch wieder in seine Mecker-Routine. Schließlich ist es heiß, der Weg lang, der Berg steil – wir kennen das alle 😀 Bertl und Adele werden aber nicht müde, ihr neues Spiel zu spielen: Was ist da das Gute dran? Was immer der alte Grantler zum meckern findet, nun muss er sich überlegen ob es nicht auch etwas Gutes hat. Und siehe da – mit mehr und mehr Übung gelingt es immer besser von ganz allein. So kann er schließlich Käfer Kasimir belehren, was die Hitze alles gutes hat, als dieser sich gerade darüber beschweren will 🙂

Und natürlich kann Herr Grant am Ende auch nicht mehr Herr Grant heißen, schließlich wird er diesem Namen ja gar nicht mehr gerecht. Kurzum entschließt er sich also zu einem neuen Namen: Herr Fröhlich!

Auch dieses Buch hat, wie der erste Band, auf fast jeder Seite interaktive Fragen die sich an das Kind richten. So kann es sich zum Beispiel am Anfang überlegen, ob ihm etwas einfällt worüber Herr Grant sich freuen könnte. Und am Ende kann das Kind dem Käfer Kasimir erklären, wieso Herr Grant nun plötzlich Herr Fröhlich heißt. Das gute ist – man kann die interaktiven Fragen benutzen, muss man aber nicht, z.B. wenn es zum Schlafengehen mal etwas schneller gehen soll als untertags zwischendurch.

Sowohl Sohni als auch ich sind ziemlich begeistert von diesem Buch! Sohni findet es mega lustig, was zum einen an der abstrusen Meckerei von Herrn Grant liegt, zum anderen sicher auch daran dass ich die „Mecker-Stimme“ ausgezeichnet nachahmen kann 😉

Ich finde es suuuper, weil es um mein Lieblingsthema geht: Es kommt auf die Sichtweise an! Ich hatte vor längerem ja schon mal über die Methode Reframing geschrieben, in der es ja primär genau um das geht: Wie kann ich diese Situation noch sehen? Und genau das üben Bertl und Adele ja auch fleißig mit Herrn Grant. Denn ja – es ist Übungssache! Absolut! Es ist im Grunde eine Gewohnheit, ob wir Dinge die um uns herum geschehen positiv oder negativ bewerten. Und wie der Schmetterling Adele schon sagt, gut gelaunt ist es eben einfach besser. Oder anders gesagt: Wenn wir eh schon denken müssen, warum dann nicht gleich positiv?

Hardfacts: Die Autorin Mag. Heide-Marie Smolka ist Psychologin und Glückstrainerin, und die bunten Bilder kommen wieder von Brigitta Knoll. 2016 ist dieses Buch beim Hanreich Verlag in Wien erschienen und um 14,90€ beim Verlag oder über Amazon zu erwerben.

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