Mutter-Kind-Urlaub in Lignano

 

Es ist vollbracht – unser erster Strandurlaub als Singlemama-Sohn-Team 😉 Ich hatte ja im Vorfeld schon über meine Bedenken geschrieben, u.a. dass ich mir unsicher war ob wir eine Woche zu zweit überhaupt „aushalten“ miteinander, 24/7 gemeinsam, nur wir zwei. Ich kann jetzt im Nachhinein sagen: Es war so viel besser als ich es erwartet hatte!

Katrin von Gowiththeflo hatte kurz vor meiner Abfahrt von ihrem „Alptraumurlaub“ in Lignano berichtet, alleine mit Kind, und ich gestehe – meine Bedenken waren dass es genau so ablaufen wird 😀 Schließlich kannte ich ähnliches von früheren Kurzurlauben mit Sohni… Man denke nur an meinen Beitrag von letztem Jahr, „10 Gründe warum Reisen mit (m)einem Kind unlustig ist“ 😉 Aber es war diesmal ganz und gar nicht so!

Ich berichte mal von vorn. Da war mal die 6-Stündige Autofahrt. Bisher sind wir maximal 1,5-2 Stunden am Stück gefahren, ich wusste also absolut nicht wie Sohni sich auf einer so langen Fahrt verhält. 2 Stunden gehen prima, aber ich wusste nicht ob er evtl. danach anfängt im 5-Minuten-Takt zu fragen ob wir bald da sind 😉 Es lief bestens! Er hat ca. 1 Stunde geschlafen und sich die restliche Zeit alleine beschäftigt mit diversem Spielzeug, was ich ihm eingepackt hatte. Keine Beschwerden, keine Zwischenfälle -wunderbare Fahrt!

In Lignano angekommen und unsere Ferienwohnung direkt am Strand endlich gefunden (was für ein Kampf…), war dann auch alles fein. Wohnung schön, Balkon mit Blick aufs Meer, groß genug für uns zwei mit Wohnküche und Schlafzimmer. Wir sind dann noch an den Strand gegangen – da es schon ca. 19 Uhr war, war inzwischen dort im Grunde niemand mehr. Es war auch schon etwas kühl, aber Sohni hat sich nicht davon abhalten lassen ins Meer zu springen, das er zum ersten mal gesehen hat.

Wir bekamen zwei Strandliegen mit Sonnenschirm zugewiesen (waren bei der Ferienwohnung inkludiert) und lagen in Sage und Schreibe Reihe 18 von 21…. Also noch viel weiter weg vom Meer wäre kaum gegangen 😉 Wir waren dann jeden Tag am Strand, mal länger, mal kürzer. Sohni kann mit seinen 4,5 Jahren noch nicht schwimmen, und ich bin ein ziemlicher Schisser was Wasser angeht. Aber in Lignano ist der Strand so fein flach abfallend, das Wasser somit ganz flach am Anfang und wird nur langsam tiefer, und es ist überhaupt sehr ungefährlich für Kinder. Ich konnte daher um ein vielfaches entspannter im Wasser sitzen und Sohni einfach machen lassen, als z.B. in einem Schwimmbad. Natürlich musste ich immer dabei sein, aber ich hatte nicht das Gefühl großartig aufpassen zu müssen – somit war es tatsächlich recht angenehm für mich. Da er sich auch im Wasser viel selbst beschäftigt hat mit Muscheln suchen, pritscheln oder Fische gucken konnte ich auch einfach mal in den Himmel starren und meinen Gedanken nachhängen.

Auch wenn ich wieder zu unserer unendlich weit entfernten Liege zurückkehren wollte, war das kein Problem. Sohni saß mit Sandspielzeug im Schatten und ich konnte doch tatsächlich auf der Liege etwas lesen. Darüber wundere ich mich jetzt noch 😉

Ausflüge haben wir weniger gemacht als ich gedacht/geplant hatte, wir waren in einem Freizeitpark mit gerade einmal 10 weiteren Menschen (glaubt mir, dass ist teilweise ein bisschen spooky) 😉 und im Zoo waren wir auch. Spazieren in der Fußgängerzone, diverse Spielhallen testen und am Leuchtturm. Einen Bootsausflug zur Muschelinsel haben wir ausgelassen, irgendwie habe ich es verpasst mich gescheit darum zu kümmern.

Nach wie vor finde ich die Entscheidung eine Ferienwohnung statt einem Hotel zu nehmen prima. Wir haben gerade abends und morgens doch viel Zeit in der Wohnung verbracht, haben abends und morgens ferngesehen und es ganz gemütlich angehen lassen. Ein Sofa zum ausruhen war auch ganz fein 🙂 Frühstücken in der Wohnung fand ich sehr fein – allerdings würde ich das nächste mal vielleicht etwas nehmen wo dann doch ein Restaurant im Haus ist, so dass man abends nicht lange überlegen muss, wo man nun essen gehen soll. Die Preise waren auch teilweise heftig, für Pizza, Nudeln & Co.

Natürlich hat mich Sohni das ein oder andere Mal auf die Palme gebracht, z.B als er fast seine Schuhe im Meer versenkt hätte. Ich habe ihn im Gegenzug vermutlich auf die Palme gebracht, als ich endlich los wollte zum Zoo, anstatt weiter italienische Cartoons zu schauen. That´s life, warum sollte es im Urlaub anders sein. Zum Glück hatte ich das aber auch gar nicht erwartet 😉

Es war alles in allem ein schöner, entspannter Urlaub. Auch wenn ich natürlich nicht wirklich was „für mich“ machen konnte wie shoppen oder ähnliches – aber allein schon etwas lesen können usw. war ja auch schon was. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass Sohni sich so gut allein beschäftigen kann und nicht ständig meine Aufmerksamkeit braucht.

Nun wo der erste Urlaubstest bestanden ist, fange ich mal an den Spätsommer Urlaub im September zu planen. Diesmal kann es ja dann auch etwas weiter weg gehen 🙂

Merken

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s